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Vintage Love Date Shooting

Photoshooting: Vintage Lovestory

Das erste Date… Wenn ich daran zurückdenke, wie nervös ich bei meinem ersten Date war, muss ich unweigerlich anfangen zu lächeln. Ich gebe zu, dass ich nicht sonderlich viele erste Dates hatte und somit nicht als Maßstab herangezogen werden kann, aber das finde ich alles andere als schlimm. Ich bin einfach mehr der Beziehungstyp und kann mittlerweile auf 10 Jahre Beziehung mit meiner Frau, die ich vergangenes Jahr geheiratet habe, zurückblicken. Was jedoch mit der Hochzeit einher geht ist die Tatsache, dass es sich mit ersten Dates erledigt hat.

Ich weiß nicht, wie es bei Anderen aussieht, aber ich fand diese Aufregung immer sehr belebend und auch richtig. Umso mehr hat es mich natürlich gefreut, als ich gemeinsam mit Christina Becker Photography und Christin von vintaliciously.de das ganze in Form eines Photoshootings nachstellen durfte.

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Der Beginn meiner Mustache-Karriere

Der Plan war es, alles von der ersten Begegnung bis zum 1. Date in Fotos festzuhalten. Ich muss noch hinzufügen, dass ich in der Zeit dabei war mir einen stattlichen Mustache stehen zu lassen. Leider fand das Shooting in der Anfangszeit meiner Mutsache-Karriere statt, wodurch ich auf den Bildern mehr Ähnlichkeit mit Ned Flanders aus den Simpsons als mit mit Kaiser Wilhelm II oder Johnny Depp hatte. Doch mittlerweile musste der Zwirbelbart auf Wunsch meiner bezaubernden Frau weichen.

Genug Off-Topic, zurück zu Christina und Christin… Neben der alten Küche von Christinas Vermietern, haben wir auch an einer älteren Bushaltestelle und in der Altstadt von Olpe Halt gemacht, um ein paar schöne Fotos zu schießen.

Zugegeben, ich hatte noch nicht viele Shootings und muss wohl sehr unbeholfen gewirkt haben. Es ist einfach etwas anderes, wenn man von jemandem fotografiert wird, der öfter mit Models zusammenarbeitet, als von der eigenen Frau fotografiert zu werden. Das merkt man insbesondere bei den Bildern an der Bushaltestelle. Mit den Stunden ist das aber verflogen und ich hab mich auch wohl gefühlt. Das klappte aber bei der Kombination Christina und Christin ganz gut, da beide sehr geduldige Damen sind.

Milcheis schmilzt schneller als Fruchteis

love_vintage_icecream_misslovettIch hatte sogar richtig Spaß, bis wir zu der Szene mit dem Eis kamen… Leider musste ich rausfinden, dass Milcheis wesentlich schneller schmilzt als Fruchteis. Meine weit geschnittene 30er-Jahre Hose hat die Tropfen aber dankend aufgefangen. Richtig feine Sache, so hatte ich im Nachgang noch etwas von dem Shooting, als ich akribisch versucht habe den Fleck wieder rauszubekommen. Hat aber gut geklappt.

Lange Rede kurzer Sinn, hier sind die restlichen Ergebnisse aus dem tollen Shooting.

Das erste Aufeinandertreffen

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Das Warten hat ein Ende

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Vielen Dank nochmal an die reizenden Damen! Schaut doch einfach mal bei Ihnen vorbei und lest Ihre Impressionen von diesem Tag.

http://www.vintaliciously.de

http://christinabeckerphoto.blogspot.de/

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Miss Lovett: Es lebe die Fliege!

*Werbung

Fliege zu tragen ist heute kaum noch üblich, lediglich zu bestimmten Festivitäten, wie beispielsweise Hochzeiten oder Mottopartys ist sie nach wie vor en vogue. Doch auch in der heutigen Zeit kann man den Querbinder als modisches Accessoire im Alltag in seinen Kleidungsstil integrieren. Zugegeben, es gehört schon ein wenig Mut zur Individualität, da man im Casual-Sumpf ziemlich auffällt. Es ist aber einfach zu schade, wenn dieses modische Statement bis zur nächsten Hochzeit oder 20er Jahre Party sein dasein im Schrank fristen muss.

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Vergleicht man die Geschichte des klassischen Querbinders mit der der Krawatte wird deutlich, dass er wesentlich älter ist und nicht immer so aussah, wie wir ihn heute kennen. Im Laufe der Zeit hat die Krawatte immer mehr an Bedeutung gewonnen und die Fliege in immer mehr Bereichen abgelöst bzw. ersetzt, was ich persönlich sehr schade finde!

Miss Lovett

 

grooming_bow_ties_watchDas hat sich auch Deborah von Miss Lovett aus Mannheim gedacht und sich dem klassischen Accessoire gewidmet. Aufgepeppt mit unterschiedlichen Mustern und Stoffen, bleibt nicht nur dem s.g. Dandy die Möglichkeit sein äußeres Erscheinungsbild mit einer Fliege abzurunden, sondern gibt auch allen anderen Menschen die Möglichkeit ihr Outfit damit zu individualisieren. Wie so oft im Leben kommt es auch bei der Bekleidung auf die Details an, denn durch eine entsprechende Schleife wirkt auch ein weißes Hemd nicht langweilig. Deborah’s Programm umfasst unterschiedliche Muster und Stile, sodass man immer das passende Stück für die Arbeit, das Dinner oder eben die Hochzeit findet. Ich hatte die Gelegenheit mir drei unterschiedliche Muster auswählen zu dürfen. Da ich das Meer liebe, habe ich mich für zwei maritime Exemplare mit Ankern und Seepferdchen entscheiden, welche ich gerne zur Arbeit oder in der Freizeit trage. Um auch für etwas offiziellere Veranstaltungen gerüstet zu sein, habe ich mich noch für eine türkisfarbene mit kleinen Pünktchen entschieden.

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Qualität

Ich schätze gutes Handwerk sehr und so bin ich auch von der Qualität der Fliegen sehr angetan. Ein raffiniertes Detail finde ich ist die Art und weise wie man die Fliege auf sich einstellt. Anstatt mit einem Haken, wird sie mit einem transparentem Gurtversteller auf die gewünschte Kragenweite eingestellt. So muss man nicht jedes mal aufs neue nach der richtigen Weite suchen, wenn man die Fliege mal wieder aus dem Schrank holt. Dass sie handgefertigt sind, macht sie einfach zu etwas Besonderen, was nicht jeder hat. Der große Vorteil davon ist, dass Debbie und ihre fleißige Biene Mia sicherlich dazu bereit sind, individuell eine Fliege anzufertigen. So kann man sich beispielsweise ein zum Farbschema der Hochzeit passendes Exemplar anfertigen lassen. Zugegeben meine Exemplare haben mit 49€ keinen Kampfpreis, aber das ist auch völlig in Ordnung. Wenn man bedenkt, dass es sich hier um handgefertigte Einzelstücke handelt und bereits eine industriell gefertigte Fliege einer beliebigen Modekette schon um die 39€ kostet, sind die Unikate von Miss Lovett schon fast zu günstig! Doch keine Panik, auch bei ihr findet ihr Modelle ab 39€.


In der Vergangenheit war Handarbeit ganz alltäglich. Wenn Mann eine neue Hose, ein neues Hemd oder neue Schuhe gebraucht hat, ist er einfach zum Schneider oder Schuster seines Vertrauens gegangen. Und das finde ich gut! Man hat seine Klamotten mit Bedacht ausgewählt, da sie etwas besonderes waren. Da sie meist von hoher Qualität waren, konnte Mann seine Kleidungsstücke auch lange tragen, was man heute als Slow-Fashion bezeichnen würde. Klasse statt Masse!

Schaut doch einfach mal Deborah im Laden in Mannheim vorbei:

Friedrichsring 44, 68161 Mannheim – www.misslovett.com

Vielen Dank Deborah für die wunderbaren Fliegen, die du mir zur Verfügung gestellt hast! Bei diesem Artikel handelt es sich um Werbung für MissLovett. Der Artikel spiegelt meine persönliche ehrliche Meinung zu den Produkten wieder!

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Meine Füße tragen mich mein Leben lang – Red Wing Iron Ranger 8111

Mein deutscher Opa war Schuster und hatte im Keller seine eigene kleine Werkstatt. Laut den Erzählungen kamen die Leute teilweise von weit her, um sich von ihm Schuhe anfertigen oder reparieren zu lassen. Die Vorstellung von ihm in der kleinen Werkstatt, wie er zu Radiomusik vor sich hinwerkelte, gefällt mir. Leider habe ich meinen Opa nur durch Erzählungen kennengelernt, da er sehr früh starb. Nach seinem Tod betrieb meine Oma das Geschäft noch weitere Jahre und führte so den kleine Familienbetrieb weiter. Ich kann mich noch sehr gut daran erinnern, dass ich als Kind sehr gerne meine Zeit in der Werkstatt verbrachte. Natürlich nicht um zu arbeiten, sondern um all die Stoffe, Lederwaren, Kleber, Werkzeuge und nicht zu letzt die Maschinen zu entdecken. Der Geruch von Kleber und Leder erinnert mich noch heute an diesen kleinen Raum im Keller meiner Großmutter. Wer weiß, vielleicht würde ich jetzt selbst in diesem Keller sitzen und gemeinsam mit meinem Opa und Vater Schuhe herstellen oder reparieren. Eine sehr schöne Vorstellung, wie ich finde.

Iron_Ranger_8111

Das sind Erinnerungen, welche ich hoffentlich nie vergessen werde. Immer wenn es mal wieder Zeit ist sich neue Schuhe zu kaufen, stelle ich mir vor wie viel Zeit mein Großvater in seinem Keller verbrachte, um gutes Schuhwerk herzustellen. Leider stirbt der Beruf des Schusters aus, da die Leute mehr auf Bequemlichkeit und günstige Preise achten. Langlebige Qualität wollen nur wenige bezahlen und manche können es auch überhaupt nicht. Neben Sportmarken wie Adidas und Nike dominieren auch Schuhmarken, welche sich auf das Freizeit und Business-Segment konzentrieren. Doch die meisten davon zielen nur auf eins ab, große Gewinnmargen, wodurch oft die Langlebigkeit der Produkte leidet. Schließlich soll der Kunde bald neue Schuhe kaufen. So ging mir das auch Jahre lang, nicht zu letzt weil meine Schuhe oft nur zwischen 40 und 80€ gekostet haben. Da trennt man sich schneller von, als von Schuhen jenseits der 150€ Marke.

Durch meine Großmutter habe ich einen anderen Bezug zu Schuhen, denn eins sollte man nicht vergessen, unsere Füße und somit unsere Schuhe tragen uns überall hin. Mit etwas Glück dürfen wir ein Leben lang auf unseren Füßen durch die Welt flanieren, so sollten wir doch unseren Füßen auch anständiges Schuhwerk gönnen.

Monate habe ich mich dem Gedanken beschäftigt, mir neue „anständige“ Schuhe zu kaufen. Diesmal durften sie auch gerne ein paar Euro mehr kosten, denn eilig hatte ich es nicht. Doch was heißt anständig? Bedeutet teuer immer gut? Ich glaube nicht, auch wenn der Preis einem das oft suggeriert. Jahre lang habe ich Turnschuhe getragen, zum einen weil sie in Mode und zum anderen weil sie einfach bequem und erschwinglich waren. Klar haben sie mir auch gefallen, aber je mehr Stil der vergangenen Tage ich in meinem Alltag integriere, um so weniger gefallen mir Sport- und andere Freizeitschuhe. Stilistisch werde ich zunehmend von der Arbeiterkleidung der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts beeinflusst. Da musste Kleidung in erster Linie funktionell und langlebig sein. Zwangsläufig stolpert man über unterschiedliche Firmen, welche sich noch an den originalen dieser Zeit orientieren. Neben Thorogood geriet insbesondere Red Wing Shoes in meinen Fokus.

Red_Wing_Shoes

Red Wing Shoes

Im Grunde handelt es sich bei Red Wing um Arbeitsschuhe, welche den speziellen Anforderungen von Baustellen über Bohrinseln bis hin zu Mienenarbeiten ausgesetzt sind. Man sollte sich auf sie verlassen und sie den ganzen Tag am Fuß (er)tragen können. Neben diesen beiden sehr wichtigen Anforderungen ist es für mich persönlich wichtig, dass sie mir gefallen und sie sich in meinen persönlichen Stil einfügen.

Zum ersten Mal aufmerksam auf die Marke wurde ich durch Frank, der Herausgeber des Vintage Flaneurs. Als wir letztes Jahr beim Rock’n’Roll Weekender in Walldorf so ins Schwatzen gerieten, kamen wir auch auf seine Schuhe zu sprechen. An dieser Stelle muss ich erwähnen, dass Frank und ich eine sehr ähnliche Auffassung von Kleidung, deren Qualität und die Reaktion zum Preis haben. Daheim angekommen, schaute ich erst einmal im Internet was Red Wing denn so zu bieten hat und bin zum einen an den Iron Rangers 8111 hängen geblieben und zum Anderen entschied ich mich nach ca. 5 Minuten dafür, dass sie mir persönlich einfach zu teuer sind. So einfach schien es. Doch immer wieder kam mir der Spruch „wir laufen zu lang auf unseren Füßen durchs Leben, als dass wir uns schlechte Schuhe leisten können“ auf. Also befasste ich mich immer wieder mit Schuhen und begann zu recherchieren, ob diese Schuhe einfach nur teuer oder auch ihr Geld wert sind. Während ich mich immer weiter mit dem Thema befasste, wurde ich auch immer wieder auf die gleichen Marken wie Wolverine, Red Wing oder Thorogood aufmerksam. Eben diese Marken produzieren recht ähnliche Schuhe, welche sich oft nur im Detail unterscheiden. Ebenfalls werden diese Schuhe in den USA hergestellt, was in mir ein Gefühl von Qualität aufkommen lässt. Als ich dann noch las, dass viele Modelle auch noch von Hand gefertigt werden, hatte ich ich mich innerlich bereits entschieden.Ich könnte jetzt aufführen wie gut diese Schuhe sind, weil die rahmengenäht sind, eine ölresistente Korksohle besitzen, dickes gefettetes Leder haben (welches sich mit der Zeit an den Fuß anpasst) und es einen hauseigenen Reparaturservice gibt etc. Aber ich möchte ja keinen Fachartikel schreiben. Doch all diese Argumente und dass nur ein eingelaufener Schuh ein guter Schuh ist, haben mich davon überzeugt diese doch beachtliche Summe zu investieren. Klar sind das keine Schuhe vom Schuster, aber wenn ich nicht gerade orthopädische Gesundheitsschuhe suche, wird es ziemlich schnell dünn in meiner Gegend. Un hinzu kommt, dass ich ein Bauchmensch bin und solche Entscheidungen in letzter Instanz sowieso mein Bauchgefühl entscheidet.

Der Kauf: Probieren geht über studieren

Also beschloss ich Anfang des Jahres mir solche Schuhe zu gönnen und dies mit meinen Flitterwochen in den USA im April endlich zu verwirklichen. Ich konnte es kaum abwarten endlich in einen Red Wing Store einzumarschieren und mir diese Schuhe endlich zuzulegen. Doch zunächst machte sich Ernüchterung breit, da die Auswahl in dem kleinen Laden im Stadtteil Burbank sich sehr auf richtige Arbeitsschuhe mit Stahlkappen etc. konzentrierte. Doch nach ein paar Minuten umschauen entdeckte ich sie, die Iron Ranger 8111. Genau das Modell, was ich mir vor Monaten ausgeguckt habe. Gleich darauf kam Matt, ein Mitarbeiter auf mich zu, welcher mich sehr umfassend beriet und das kann ich nur empfehlen. Grundsätzlich finde ich sollte man mehr in Geschäfte gehen und weniger im Internet kaufen. Denn neben der Schuhgröße werden dort noch ganz andere Faktoren wie Plattfüße, Spannhöhe und Fußbreite berücksichtigt. Von jedem Modell gibt es in jeder Größe verschiedene Versionen bzw. Weiten. Er gab mir zwei Modelle, fühlte, wie der Schuh passte und et voila, mein neues Paar Schuhe war gefunden. Während er mir die Schnürsenkel einfädelte wies er mich darauf hin, dass man solche Schuhe erst einlaufen müsse und das unweigerlich mit ein paar Fußschmerzen verbunden sein wird…

Fußschmerzen

Matt sollte recht behalten. Ich verließ den Landen mit den Schuhen an meinen Füßen und bestritt ab dem Tag unseren Westküsten-Road-Trip in diesen Schuhen. Es gab mehrere Momente, in denen ich froh war mich auf eine Bank setzen zu können oder, endlich im Hotelzimmer angekommen, die Schuhe auszuziehen. Aber die Schmerzen haben sich gelohnt! Nach diesem Urlaub und den damit verbundenen  2 Wochen Tortur, konnte ich sie richtig einlaufen. Sie wurden unglaublich bequem und somit zu meinen neuen Lieblingsschuhen. Insgeheim hoffte ich auch, dass es so kommen wird, denn die 319 Dollar wollte ich nicht bereuen! Vielleicht ist es nur Einbildung ode rich versuche es mir schön zu reden, aber ich habe das Gefühl einen aufrechteren Gang und weniger Rückenschmerzen zu haben. Ich hoffe, dass ich diese Schuhe noch lange tragen werde, aber davon bin ich auch fast überzeugt. Mit der Zeit und mit dem regelmäßigen Tragen bekommen die Schuhe eine Patina, welche den Stiefeln gut zu Gesichte steht. Vintage eben…

Ich weiß nicht, ob euch dieser Beitrag einen wirklichen Mehrwert bietet, aber ich hatte innerlich irgendwie das Verlangen meinen inneren Großvater rauszulassen und meine Begeisterung für diese Schuhe kund zu tun.

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frank_sinatra_biografie

Frank Sinatra – Ein heller Stern am Showhimmel

„I won’t dance, don’t ask me
I won’t dance, don’t ask me
I won’t dance, madame with you
My heart won’t let my feet do things that they should do…“

– Frank Sinatra

17 Jahre ist es nun her, seit ich die ersten Zeilen meines Lieblingssongs von Frank Sinatra gehört habe… Ich war ca. 11 Jahre alt, als ich den Film „Was Frauen wollen“ mit Mel Gibson in der Hauptrolle zum ersten Mal sah. Ob ich sonderlich viel von dem Film verstanden habe weiß ich nicht, aber er ist definitiv in meiner Erinnerung geblieben. Der Film gehört mittlerweile zu meinen Lieblingen und das Lied aus dem Film – „I Won’t Dance“ von Frank Sinatra – hat mich nie wieder losgelassen. Vielleicht liebe ich auch aus diesem Grund die Stelle, als Gibson nach einem Meeting nach Hause kommt und genau dieses Lied über einen Schallplattenspieler hört. Er setzt sich den für Frank Sinatra typischen Hut auf und tanz singend durch seine stilvoll eingerichtete Wohnung in einem Hochhaus. Über diese Szene freue ich mich immer wieder, wenn ich denn Film sehe.

Es hat eine Weile gedauert, aber ein paar Jahre später als ich anfing Musik bewusster zu hören, kam ich mit Franky und Mel wieder in Berührung. Vielleicht ist es die Männlichkeit, die sowohl Mel Gibson in seiner Rolle, als auch Frank ‚The Voice‘ Sinatra in seiner Stimme haben. Womöglich sind es aber auch die Frauen, die Gibson in seiner Rolle zu verstehen lernt oder Sinatra dessen Lieder oft von dem schönen Geschöpf handeln. Hier waren die Geschlechterrollen noch klar getrennt und als Mann konnte man sich noch einfacher orientieren. Dennoch möchte ich hier keine Diskussion über Emanzipation – denn diese finde ich wunderbar – und Geschlechterrollen entfachen.

Ein alter Freund

Frank Sinatra hat mich in all den Jahren immer wieder begleitet, zur Entspannung, an schlechten Tagen, wenn ich krank oder einfach nur gut drauf war. Seine Musik gibt mir Kraft, Orientierung und lässt mich runterkommen. Sie erheitert mich so oft, da sie mich von den Herausforderungen des Alltags ablenken. Je älter ich werde und je mehr ich zu mir selbst finde, umso öfter schallt diese wunderbare Musik aus meinen Lautsprechern. Gerade nach einem sehr anstrengenden Tag im Büro entspanne ich sehr gern zu Liedern wie „My Kind Of Town“, „You Make Me Feel So Young“ oder „I’ve got You Under My Skin“. Ich könnte noch viele weitere Titel aufzählen, doch das würde an dieser Stelle wohl zu viel werden. Eine Auswahl zu treffen ist ebenfalls schwierig, denn sie sind in meinen Augen alles Meisterwerke. Gerade in der heutigen Zeit, wo alles so schnell und unbeständig ist gibt einem diese Musik einen gewissen Halt. Vermutlich hängt das auch damit zusammen, dass sie aus einer Zeit stammt, wo viele Dinge noch unkomplizierter und entschleunigter waren und das Bild des Mannes noch deutlicher war, als es das heute ist.

Frank Sinatra

Als Sohn zweier italo-amerikanischen Eltern wuchs er an der Ostküste der USA in Hoboken (New Jersey) auf. Er entdeckte seine Leidenschaft für die Musik bereits mit 17 Jahren. Aufgrund seines Talents absolvierte er schon da seine ersten Radioauftritte. Die Begegnung mit seinem Idol Bing Crosby festigten in ihm den Wunsch Sänger zu werden. Doch wenn man Sänger wird, muss man sich mit dem Gedanken abfinden nicht gleich ein Star zu sein und seinen Lebensunterhalt erstmal anderweitig zu verdienen. Die in den 1930er Jahren herrschende Rezession machte es jedoch nicht einfacher einen Job ohne Schulabschluss zu finden. Seine Musikkarriere begann, wie in den meisten Fällen, erstmal langsam. Mit dem Vokalquartett „The Boboken Four“ nahm er an einem Talentwettbewerb teil, welchen Sie gewonnen und den Weg für eine nationale Tournee bereitete. Kurz nach seiner Hochzeit mit Nancy Barbato 1939 wurde er dann als Leadsänger für die Big Band von Harry James verpflichtet. 1940 feierte er als Sänger zum Orchester von Tommy Dorsey seinen nationalen Durchbruch.

Wenn sich eine Tür schließt, öffnet sich eine Andere

Seine Solokarriere nahm an Fahrt auf, welche 1943 in einen Plattenvertrag bei Columbia mündete. Er avancierte schnell zum erfolgreichsten Sänger des Landes und musikalischen Idol der Weltkriegsgeneration. Seine Talente gingen jedoch über die Musik hinaus, wodurch er auch als Schauspieler durchaus für Aufsehen sorgte. 1946 wurde er dann für seine Hauptrolle in dem Kurzfilm „The House I Live In“ mit einem Oscar ausgezeichnet. Zwei weitere folgten später.

Nach zahlreichen Affären mit teils prominenten Frauen und Showkolleginnen folgte die erste Scheidung 1951 und die zweite 1957. Er verlor sein Saubermann-Image und seine erste eigene Fernsehserie „The Frank Sinatra Show“ floppte. Nachdem die Filmfirma seinen Vertrag nicht verlängerte, verlor er auch seinen Plattenvertrag. Seine Gesangskarriere war erst einmal auf Eis gelegt und so wollte er sich erst einmal auf seine Schauspielkarriere konzentrieren.

Nach anfänglichen Anlaufschwierigkeiten wurde Franky für die Nebenrolle Angelo Maggio in „Verdammt in alle Ewigkeit“ als Nebendarsteller engagiert und wurde mit einem Oscar als bester Nebendarsteller geehrt. Nachdem der Regisseur Zinnemann die Rolle nicht mit ihm besetzen wollte, kamen jedoch erste Gerüchte auf, dass die Mafia Druck auf ihn ausgeübt haben soll. Nichts desto trotz gelang es ihm sich einen festen Platz auf den Kinoleinwänden zu sichern. Sein cineastischer Erfolg hatte auch direkte Auswirkungen auf seine eingeschlafene Musikkarriere, sodass er ab 1957 wieder wöchentlich mit seiner „The Frank Sinatra Show“ im Radio und mit mehreren Gastauftritten im Fernsehen die Menschen unterhalten konnte.

„I did it my way…“

Sinatra schoss mit seiner Karriere durch die Decke, sodass er ab den 1960er Jahren zum größten Entertainer seiner Zeit avancierte. Neben seinen preisgekrönten Fernsehspecials, zahlreichen Tourneen und Erfolgen als Schauspieler konnte er sich auch als Filmproduzent und Regisseur behaupten. Doch er wurde zunehmen unzufriedener mit seinem derzeitigen Plattenvertrag, sodass er sich 1960 dazu entschloss mit „Reprise Records“ sein eigenes Plattenlabel zu gründen. Ab 1962 produzierte er seine Musikaufnahmen ausschließlich unter seinem eigenen Label.

1963 hegte die Warner Music Group Interesse für Reprise Records, sodass er es noch im selben Jahr mit großen Gewinn an Warner verkaufte. Teil des Deals war, dass er nach wie vor die volle Entscheidungsgewalt für all seine eigenen Aufnahmen und Projekte hatte. Es zahlte sich aus, denn mit dem Hit „My Way“ definierte er 1968 seine eigene Erkennungsmelodie.  Das Lied ist in übrigen eine englische Adaption von Chansons „Comme d’habitude“. 1979 nahm er nach zweijähriger Abstinenz den nächsten großen Hit „Theme from New York, New York“ auf, welcher ebenfalls bis heute fest mit seinem Namen verbandelt ist.

Dass er ein Lebemensch war sah man nicht nur an seinen zahlreichen Affären, sondern auch durch die wilden Partys, welche er mit seinem „Ratpack“ (Sammy Davis Jr., Dean Martin, Joey Bishop und Peter Lawford) feierte. Beispielsweise wurden die legendären Auftritte im „The Sands“ in Las Vegas mit regelrechten Gelagen gefeiert. Auch in Filmen wie „Die Oberen Zehntausend“ oder „Sieben gegen Chicago“ kann man das Rat Pack sehen. Trotz seines intensiven Lebensstils und damit verbunden die immer wiederkehrenden Gerüchte über Alkoholprobleme, erreichte Frank Sinatra ein stattliches Alter. Aber für jeden Star ist die Karriere mal zu Ende, egal ob freiwillig oder unfreiwillig… Bereits im Dezember 1994 ließ er seinen endgültigen Rückzug verkünden und spielte seine letzten regulären Konzerte in Atlantic City. Im Februar 1995 – das Jahr in dem er 80 Jahre alt wurde – gab er in Palm Springs seinen letzten Gesangsauftritt seiner Karriere.

Frank Sinatras Tod

Am 9. Januar 1997 erlitt Sinatra seinen ersten Herzinfarkt, welchen er
überlebte, aber seitdem keine öffentlichen Veranstaltungen mehr besuchte. Er war immer stärker ans Bett gefesselt, sodass er die Ehrenmedaille, welche er im Selben Jahr (1997) überreicht bekommen sollte, von Zuhause aus entgegen nehmen musste.

Am 14. Mai 1998 erlag er schließlich seinen zweiten Herzinfarkt. Mit ihm erlosch einer der am hellsten leuchtenden Sterne am Showhimmel endgültig. Ihm zu Ehren wurden für drei Minuten alle Lichte rin Las Vegas abgeschaltet und das Empire State Building in New York City wurde drei Tage in blaues Licht gehüllt. Das Blaue Gebäude sollte eine Anspielung auf seinen Spitznamen „Ol‘ Blue Eyes“ sein. Am 20. Mai 1998 wurde er in Cathedral City (Kalifornien) beigesetzt.

Seine Musik hat er jedoch uns allen hinterlassen und wird noch lange nicht in Vergessenheit geraten. Er hat bewiesen, dass die Zeilen „…If I can make it there, I’ll make it anywhere…“ nicht nur hohle Phrasen sind. Er hat auch gezeigt, dass man auf sein Herz hören sollte und nicht das machen, was von einem erwartet wird…

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big_red_bartoel

Meine Erfahrungen mit dem Big Red Factory Bartöl

Was ich schon immer über das Barttragen los werden wollte sind ein paar Dinge, die mich schon immer etwas nerven… Meistens hat das mit anderen Personen zu tun, denn es gibt zum Beispiel Menschen die aus irgendwelchen Gründen das Verlangen haben, meinen Bart anfassen zu wollen. Ich kann es nicht wirklich nachempfinden und finde es auch etwas entwürdigend. Schließlich bin ich keine Ziege! Es gibt aber auch Menschen, die es unglaublich lustig finden mit „du könntest dich auch mal wieder rasieren“ zu bemerken, dass ich einen Vollbart habe. Was ein kreativer Schenkelklopfer! Mit der Zeit gewöhnt man sich aber daran und man erkennt auch relativ schnell, wen man leiden kann und wer einem einfach nur auf die Nerven geht. Was manchmal auch nervt und nicht zu unterschätzen ist, ist die Pflege des Bartes. Eine vernünftige Gesichtsbehaarung bedarf einiges an Pflege, damit man nicht verwildert aussieht. Darüber habe ich aber vor zwei Jahren schon einmal in einem anderen Beitrag geschrieben.

Big Red Factory Bartöl

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Stay groomed gentlemen

In den Jahren, in denen ichBartträger bin, habe ich schon das ein oder andere Bartöl ausprobiert. Meistens habe ich zwei unterschiedliche Öle in Benutzung, was den Vorteil hat, dass man je nach Stimmung eine andere Duftnote verwenden kann. Aktuell nutze ich ein fruchtiges für den Abend und ein herbes für den Morgen/Tag. Bei meiner Morgenroutine greife ich zur Zeit zu dem Big Red Factory Bartöl aus Kanada. Der Name ist hier ziemlich passend, denn der Duft erinnert wirklich an eine Fabrik. Man kann ihn wie einen Tag harter Arbeit in einer Fabrik beschreiben, welchen man bei einer genüßlichen Zigarette/Zigarre und einem Glas Whisky ausklingen lässt. Ein sehr männlicher und selbstbewusster Duft also. Anfangs muss man sich noch sehr an ihn gewöhnen, doch innerhalb von Minuten riecht man ihn selbst nicht mehr so intensiv. Das liegt wahrscheinlich daran, da das Öl unglaublich schnell einzieht. Wenn man seiner Liebsten aber einen Kuss auf die Lippen drückt, bemerkt diese auch noch nach ein paar Stunden die unglaubliche maskuline Duftnote, welche aber nicht zu aufdringlich ist.

Mein Bart fühlt sich, seit ich das Öl benutze, sehr gut an. Es verklebt nicht und lässt die Bartpracht auch nicht nass wirken, wodurch er auch nicht wie eine Weihnachtsbeleuchtung glänzt. Was meine Gesichtshaut betrifft, fühlt sie sich weder trocken noch fettig an.

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Besonders ist die Öffnung der Flasche, welche das Bartöl dosiert.

Das Fläschchen

Grundsätzlich ist eigentlich nichts besonderes über das Fläschchen zu sagen, außer der Öffnung, welche das Öl dosiert. Meist kommen Bartöle mit einer kleinen Pipette daher, das Factory-Öl jedoch hat eine Gummiöffnung, welche das Öl kontrolliert auslässt. Wenn man die Flasche auf den Kopf dreht tropft nichts heraus, sondern das Öl sammelt sich rund um das Gummi. Um es nun in den Bart massieren zu können muss man die Öffnung ganz einfach auf die Handfläche drücken. Jeder Tupfer entspricht dann ca. 1-2 Tröpfchen aus einer Pipette. Um meinen Bart zu ölen genügen mir eigentlich 6 Tröpfchen, was ca. 4-6 Tupfen mit der Big Red Flasche entspricht. Es ist schwer zu beurteilen ob ich jetzt eine kleine Pipette oder diese Gummiöffnung besser finde. Ich denke es ist eine willkommene Abwechslung und für mich sowieso kein K.O.-Kriterium,  da es mir ja auf das Öl ankommt.

Fazit

Wer auf der Suche nach einem gut pflegenden Öl ist, was einen sehr markanten männlichen Duft hat, dem kann ich das Big Red Factory Bartöl ohne schlechtes Gewissen empfehlen. Im Text habe ich den Onlineshop, bei welchem ich es bestellt habe verlinkt. Ihr müsst das natürlich nicht dort bestellen, aber ich habe auch nicht nach einem Alternativshop gesucht und verdienen tue ich daran auch nichts.

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