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Feine Hüte Berlin – Porkpie Hut

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Wenn es draußen kalt und richtig ungemütlich ist, ich aber trotzdem raus muss, greife ich gerne zu einen meiner geliebten Hüte. Mittlerweile habe ich eine kleine Sammlung, wodurch ich passend zu jedem Outfit und jedem Anlass den entsprechenden Hut wählen kann.

Feine Hüte Berlin

Zurzeit habe ich einen absoluten Faible für die „feinen Hüte“ aus Berlin. Hier bekommt man für sein Geld anständige Qualität und eine große Auswahl an Individualität geboten. Leider habe ich es bisher noch nicht ins Ladengeschäft nach Berlin geschaffft, werde ich aber bei meinem nächsten Berlinaufenthalt definitiv nachholen! Wie es jedoch der Zufall so wollte, hatten die sympathischen Herren und Damen vergangenes Jahr (2016) wieder einen Stand auf dem Heidelberger Weihnachtsmarkt. So konnte ich meiner Sammlung einen Neuzugang bescheren und mir ein vorweihnachtliches Geschenk gönnen. Seit ich die Hüte vor 2 oder 3 Jahren entdeckt habe, kann ich leider nicht am Stand vorbei gehen, ohne mindestens ein Exemplar mitzunehmen.

Günther Krabbenhöft ist in übrigen auch begeisterter Kunde der Feine(n) Hüte Berlin.

Grünes Ripsband

Es wurde ein brauner Porkpie Hut mit einem grünen, einfarbigen Ripsband. Diesmal wollte ich unbedingt einen mit kürzerer Krempe und runder Form. Bei einem Porkpie handelt es sich nicht wie man vom Namen her schließen könnte um eine Schweinepastete, sondern um einen Hut. Jedoch hat er eben dieser Pastete seinen Namen zu verdanken, da er – zugegebenermaßen – eine erstaunliche Ähnlichkeit in seiner Form aufweist.

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Tellerbeule

Charakteristisch für ihn sind seine Flache Hutkrone und die Tellerbeule, welche man oben erkennt. Verziert wird er mit einem einfarbigen Hutband und einer eher unauffälligen Schleife an der Seite.

Seine Geschichte

Mitte des 19. Jahrhunderts begannen die Leute ihn zu tragen, denn man konnte ihn sowohl zu einem eleganten, als auch einem legeren Outfit kombinieren. Ursprünglich ein reiner Herrenhut, gab es später auch Varianten für Damen, welche deutlich kleiner waren und anders getragen wurden (meist schräg vorne auf dem Kopf). Sehr beliebt war er in den 20er Jahren, verlor seine Popularität jedoch nach dem 2. Weltkrieg. Einzig in der Jazz- und Blues-Szene lebte er weiter und fand auf dem Kopf des Saxophonisten Lester Young einen Platz. Charles Mingus widmete nach Youngs Ableben sogar einen Song namens „Goodbye Pork Pie Hat“.

Nicht nur in der Musik lebte er weiter, sondern auch als Symbol für sozialen Status und Gruppenzugehörigkeit genutzt. Beispielsweise wurde er in den 80er Jahren als Symbol der antirassistischen Skinheadbewegung genutzt.

Ich persönlich mag ihn, weil er einfach individuell ist und meinen Stil super ergänzt. Die politische Aussage, für die er womöglich steht, ist mir in diesem Fall egal.

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Kategorie: Wohnzimmer

von

Danny

Ich habe einen Faible für die vergangenen Tage und möchte Dir zeigen, wie ich die alten Tage in die Gegenwart hole. Meine Leidenschaft für die Mode und Kultur der 20-60er Jahre möchte ich hier mit dir teilen. Nebenbei führe ich ein ganz normales Leben.

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