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Schottlandreise: Oban

Der nächste Halt auf unserer Rundreise war Oban. Besser gesagt Knippoch außerhalb von Oban. Um in die kleinere Stadt am Hafen mit der gleichnamigen Destillerie zu gelangen muss man ca. 20 Minuten Linksverkehr hinter sich bringen.

Oban_Beach

Oban

Die kleine Stadt in einer Bucht an der Westküste Schottlands hat nur ca. 8,5 tausend Einwohner und hat die Population wohl eher der dort ansässigen Destillerie zu verdanken. Zumindest hat man uns das bei der Führung durch die Brennerei so gesagt. Diese findet man in Übrigen direkt unten in Hafennähe unterhalb des Kolosseums. Auf dem Bild oberhalb der Überschrift seht ihr Oban in seiner vollen Pracht und das eben erwähnte Amphitheater ist auch zu erkennen. Zugegeben, an den Strand würde ich mich persönlich jetzt nicht legen, aber es gab durchaus ein paar Hardliner die das gemacht haben. Das Wetter war an beiden Tagen, an denen wir dort waren, sehr wechselhaft aber durchaus auszuhalten. Es hat innerhalb von Minuten zwischen Sonnenschein und Regen gewechselt.

Führung und Tasting in der Oban Distillery

Also ich glaube behaupten zu können, dass man unweigerlich Whisky mit Schottland in Verbindung bringt. Mir geht das auch so… Ein Besuch in einer bekannten Genussschmiede stand für uns zumindest auf dem Reiseplan und so nutzten wir direkt die erste Gelegenheit und besuchten die Oban Distillery. Wie ich bereits geschrieben habe ist sie nicht sonderlich schwer zu finden. Nachdem wir uns gefühlt eine Stunde in dem winzigen „Oban-Souvenir-Shop“ herumdrückten und überlegten ob wir eine Falsche als Andenken in unseren vollgestopften Koffer bekommen, entschlossen wir uns ein Ticket für eine Führung zu kaufen. Der Einritt von 8 Pfund hat sich allemal gelohnt. Da wir wochentags dort waren, konnten wir auch einen kleinen Einblick in den Fertigungsprozess des leckeren Gesöffs erhaschen und durften auch zwei Endresultate probieren (Einmal direkt aus dem Fass und einmal aus der abgefüllten Flasche). Obendrein durften wir auch die Gläser behalten, welche im Laden alleine jeweils 6 Pfund gekostet hätten. Klare Empfehlung!

Oban Hafen

Wenn man die Leute in der Stadt beobachtet kann man erkennen, dass alles irgendwie etwas entschleunigt vonstatten geht. Die Leute flanieren, gehen Mittagessen, ruhen sich auf den Bänken aus, starren stumpf aufs Wasser, arbeiten gemächlich, und halten Schwätzchen auf der Straße. Okay, es ist nicht ganz so krass wie in Italien oder anderen südlichen Ländern, aber entspannter als bei uns. Ebenfalls anders sind auch die Straßenmusiker. Vielleicht war es auch ein Einzelfall oder eine Masche um den dummen Touristen die Knete aus den Taschen zu ziehen bzw. sie in den dahinter liegenden Shop zu locken. Zugegeben, ich habe ihm auch ein Pfund ins Köfferchen geworfen… bzw. meine, direkt auf sowas anspringende, Verlobte. Für den Kommentar gibts bestimmt wieder Haue… Gerne hätte ich auch ein Foto meines Schwiegervaters hier veröffentlicht, wie er Faxen hinter dem jungen Mann macht, aber ich glaube da wäre er „not so amused“.

Schottischer Straßenmusiker

In diesem wundervollen Touri-Shop kann man im Übrigen ganz gut überteuerte Whiskys und schlecht verarbeitete Kilts kaufen. Zusätzlich wird versucht mithilfe von schottischer Dudelsackmusik einen deliriumartigen Zustand bei den Besuchern herbeizuführen. Echt klasse der Laden!

Wusstet ihr, dass die Karomuster der Kilts verschiedene Bedeutungen haben? Man nennt es Tartan und dieses symbolisiert die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Clan. Das Muster entsteht übrigens durchs Weben. Interessant…

Knippoch Hotel

Loch Feochan

Loch Feochan

Zum Hotel gibt es nicht viel zu sagen. Es war ein einfaches, landschaftliches Anwesen, welches zum Hotel umgebaut wurde. Von unserem Zimmer aus konnte man auf Loch Feochan schauen und im Garten des Anwesens den Nachmittag genießen. Die Zimmer waren sauber, aber etwas abgewohnt und das Personal war super freundlich und bemüht. Achja, das Wasser aus den Hähnen sollte man nicht trinken oder sich die Zähne damit putzen, da es aufgrund des hohen Torfgehalts etwas bräunlich und deswegen nicht zum trinken geeignet ist.

Um im dazu gehörenden Restaurant zu speisen musste man sich vorher an der Rezeption anmelden. Zu gegebener Zeit hat man sich im Kaminzimmer eingefunden und konnte bei einem kühlen Getränk gemütlich sein Abendessen aussuchen und bestellen. Erst, wenn das Essen fertig ist, wird man abgeholt und zu seinem Tisch geführt. Echt klasse! Ich fand es sehr entspannend und man fühlte sich irgendwie besonders.

Kaminzimmer

Kaminzimmer

Nach zwei Übernachtungen machten wir uns dann wieder auf den Weg zum nächsten Hotel in Invergarry.

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Kategorie: Hobbyzimmer

von

Danny

Ich habe einen Faible für die vergangenen Tage und möchte Dir zeigen, wie ich die alten Tage in die Gegenwart hole. Meine Leidenschaft für die Mode und Kultur der 20-60er Jahre möchte ich hier mit dir teilen. Nebenbei führe ich ein ganz normales Leben.

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