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Scotch: Aberlour und Oban

Vor ca. drei Wochen war ich mit meiner Verlobten eine Woche lang in Schottland. Wir haben eine Rundreise mit dem Auto gemacht. Auf unserer Reise haben wir zwei Destillerien besucht, nämlich Oban und Aberlour. Der Reise selbst werde ich einen separaten Artikel widmen.

In beiden Whisky-Brennereien haben wir eine Führung gemacht, in welcher man etwas über die Whisky-Herstellung (oder auch Whiskey) erfahren hat und im Anschluss natürlich noch ein schönes Tasting machen durfte. Oban-Whisky hatte ich bis dato noch nicht probiert, aber Aberlour habe ich mir in den letzten Jahren doch schon die ein oder andere Flasche einverleibt. Natürlich nicht auf einmal, sondern mit Genuss.

Kurz zwischendrin: Ich möchte mit diesem Post nicht zum exzessiven Alkoholmissbrauch/-genuss animieren, sondern lediglich meine Erfahrungen mit euch teilen. Es geht lediglich um den Genuss. Außerdem würde ich behaupten, dass ich kein Whisky-Kenner bin und mir daher nicht anmaße die richtigen „Kenner“ zu belehren oder sonstiges. Solltet Ihr bzw. solltest Du Anmerkungen haben, dann schreibt sie mir gerne in die Kommentare!

Aber nun zum angenehmen Teil des Artikels!

Aberlour A’Bunadh Batch 50 – 59,6% vol.:

Aberlour A'BunadhDer Aberlour A’Bunadh ist für mich ein alter Bekannter. Bei der hier abgelichteten Flasche handelt es sich um eine Fassstärke ohne Kennzeichnung des Alters. Fassstärke bedeutet in diesem Fall, dass der Scotch nicht wie üblich auf 40-46% runterreduziert wird, sondern den Alkoholgehalt hat, den er im Fass hat. Wenn man genau hinschaut, kann man auch eine Fassnummer erkennen. Ich verstehe das nicht ganz, denn dort auf der Führung wurde uns erzählt, dass der A’Bunadh eine Mischung aus Mehreren Fässern verschiedenen Alters ist. Es ist immer der gleiche Whisky (Lagerung in Oloroso-Fässern), aber eben mit verschieden langen Lagerungszeiten. Die Farbe der Falschen kann sich also von Batch zu Batch unterscheiden, denn das ist einer der einzigen Abfüllungen von Aberlour, die nicht kühlgefiltert oder gefärbt werden.

Gemessen an dem Alkoholgehalt kann man erkennen, dass das Fläschchen ganz schön Bums hat und einem ganz schön einheizt. Geschmacklich ist er sehr sherrylastig, also fruchtig, nicht sehr torfig und eher ein süßer Kandidat. Das ganze kann man bei einem langen Abgang nachschmecken. Um die Aromen etwas mehr zu entfalten, kann man den Whisky mithilfe einer Pipette etwas verdünnen. Aber bitte, bitte nicht viel Wasser reinkippen, sondern lediglich 1-3 Tröpfchen. Das verändert den Charakter absolut. Ich persönlich trinke in pur und mit etwas Wasser nachtrinken. Whisky mit Wasser zu verdünnen finde ich persönlich nicht so bolle. Von meiner Seite aus eine klare Kaufempfehlung, aber eher etwas für kältere Tage.

Oban 14 Jahre – 40,0% vol.:

Oban war die erste Distillery, die wir auf unserer Schottlandreise Oban 14 Jahrebesichtigt haben. Erstaunlich fand ich, dass hier noch alles bzw. fast alles Handarbeit ist. Bei Oban handelt es sich um eine eher kleine Brennerei. Um das Firmengebäude herum entstand die gleichnamige Hafenstadt. Der Oban ist nicht ganz so fruchtig wie ein vergleichbarer Aberlour, da er nicht so „sherrylastig“ ist. Er ist nicht sehr süß, aber auch nicht sonderlich trocken… ich würde den Geschmack eher dazwischen einsortieren. Obwohl das Wasser in der Gegend ziemlich torfig ist, hält sich der 14-jährige Tropfen dezent zurück. Empfehlen würde ich diesen Whisky den Leuten, die gerade erst anfangen sich mit dem Thema Whisky insbesondere Scotch auseinanderzusetzen. Bzw. er ist auch ganz gut für Frauen geeignet, denn meiner Verlobten schmeckt er auch ganz gut! Sie ist jetzt keine bekennende Whisky-Trinkerin, aber der hier schmeckt ihr!

Da er bezüglich des Alkoholgehaltes im Vergleich zum oben genannten Aberlour, ein eher leichterer Kandidat ist, kann man ihn auch an so warmen Sommerabenden (wie wir sie ja aktuell haben) trinken. Preislich ist er auch etwas günstiger einzuordnen. Bei meinem Händler des Vertrauens habe ich ihn für 42€ ergattern können, wogegen ich für den A’Bunadh 56€ bezahlt habe.

Lasst es euch schmecken! Wenn Ihr ebenfalls Erfahrungen zu den beiden Tröpfchen habt, dann wisst ihr schon… schreibt’s in die Kommentare!

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Kategorie: Hobbyzimmer

von

Danny

Ich habe einen Faible für die vergangenen Tage und möchte Dir zeigen, wie ich die alten Tage in die Gegenwart hole. Meine Leidenschaft für die Mode und Kultur der 20-60er Jahre möchte ich hier mit dir teilen. Nebenbei führe ich ein ganz normales Leben.

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